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Anita Agarwalla

Anita Agarwalla

leitet das Digitale Marketing bei re-lounge und ist erfahrene Strategin. Mit ihrer strukturierten Denke und dem Talent, für jede noch so knifflige Aufgabe eine Idee zu finden, schafft sie es immer wieder passende Kundenkonzepte zu stricken. Ihre Devise: „…und los!“ Privat lässt sie 5 gerne gerade sein und wundert sich jeden Tag aufs Neue darüber, wie oft der Kühlschrank zu Hause gefüllt werden muss.



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Anita Agarwalla
Von Anita Agarwalla 29. April 2016
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War bisher datengetriebenes Online Marketing ausschließlich den Big Playern vorbehalten, so ist es jetzt allerhöchste Eisenbahn auch für den Mittelstand nachzuziehen. Technische Neuerungen bringen immer das gleiche Spiel mit: Sie sind sehr kostspielig, halbwegs unausgegoren und bringen neue Aufgaben und Herausforderungen ins Unternehmen.

Nun sind wir in einem Zeitalter, in dem wir dieses Spiel immer öfter und schneller durchlaufen müssen. Die Technik und damit die Möglichkeiten entwickeln sich rasant. Unternehmen müssen entscheiden, auf welchen Zug sie aufspringen und welchen sie davon fahren lassen möchten. In der Fachpresse lesen wir fast täglich von den 10 besten Online Marketing Tipps, erfolgreichsten Strategien, beliebtesten Konferenzen und den neuesten Messen. Information bis zum Abwinken, prüfen, bewerten, berechnen. Machen wir Content Marketing? Ist die E-Mail jetzt tot oder nicht? Wir brauchen Leadmanagement. Welchen Dienstleister hat die Konkurrenz? Das Karussell dreht sich immer schneller und es ist kein Ende in Sicht.

Alle machen‘s…

Fakt ist: unser aller Kunde tummelt sich nahezu ununterbrochen im World Wide Web bzw. ist in der Lage dazu. Und zwar mit mobilen Devices. Wer jetzt allen Ernstes behaupten möchte, seine Zielgruppe sei noch nicht mobil unterwegs kann hier direkt aufhören zu lesen.

Der Rest sollte ganz kurz überlegen, auf welchen Kanälen er seinen Kunden bereits direkt begegnet. Zum Beispiel Social Media, deren Nutzung zum einen größtenteils mobil stattfindet und zum anderen direkte Kommunikation, also Kundenkontakt in Echtzeit, bedeutet. Wir finden also großes Potential in der Interaktion und Informationsgewinnung. Und was machen mittelständische Unternehmen damit? Sie zeigen schöne Fotos von ihrem neuesten Joghurt aus der aktuellen Werbekampagne oder das neueste Waschbecken mit allen wichtigen Informationen. Die Posts erhalten im Durchschnitt 25 Likes, davon sind 22 Mitarbeiter des Unternehmens. Was ist also zu tun? Lernen wir von den Fakten, die wir ständig lesen, und machen sie uns zunutze. Hier ist der Kanal um den Content zu testen und auszuprobieren, was für die Zielgruppe relevant ist. Zudem sind die Networks gerade ganz stark dabei, diese für die direkte Endkundenkommunikation vorzubereiten. OK – die Community möchte entertained werden. Das ist ja ein Riesenaufwand und was habe ich als Kunde davon?

It‘s all about that „base“ – database

Der erste Schritt ist getan, wir haben Kontakte, sammeln Informationen und Daten. Nun sehen Unternehmen sich vor einem weiteren Problem: Was machen mit den Daten? Außer Glückwünsche zum Geburtstag und Gutscheine versenden? Was möchten unsere Kunden, welcher Content ist relevant?

Hier kommt der eigentliche und entscheidende Schritt, sich Marketingautomation zu Nutze zu machen. Denn unabhängig von Technik, Dienstleister und Datenvolumen geht es nun darum Kausalitäten zu erkennen und kreative Kampagnen zu entwickeln. Wir erkennen genau, wann der Kunde reif ist und haben leichtes Spiel. Der ausgeworfene Köder muss dem Kunden so richtig schmackhaft präsentiert werden können, dass dieser einfach zuschnappen muss.

Wie fange ich einen Kunden?

Kurz zurück zum realen Leben. Dort entwickelt sich die breite Masse immer mehr zum Individuum mit Qualitätsansprüchen, mit Komfortzonen und scheut sich nicht davor, eigene Wünsche zu äußern – geht gar soweit maßgeschneiderte Lösungen zu fordern. Stichwort customizing. Konnten wir vor kurzer Zeit noch unsere Zielgruppe eingrenzen, müssen wir heute Personas einmal quer durch die Gesellschaft entwickeln und deren Bedürfnisse herausfinden. Dabei haben wir doch den direkten Zugang und womöglich schon erste Daten. Die Kunst besteht darin, den heißesten Shit zum richtigen Zeitpunkt zu liefern – zack, bumm, bääähm – an der Angel! Und nu?

Das überlegen wir uns später – jetzt gehen wir noch mal einen Schritt zurück. Leider reagiert nicht jeder Kunde gleich auf jeden Content – also häppchenweise und schön individuell annähern. Daten sammeln bedeutet Infos sammeln. Wir nähern uns dem gläsernen Kunden und testen unseren Content Schritt für Schritt, bis wir genau wissen, was der Kunde möchte. Und finally gilt die uralte Devise: „The right place content at the right time.“

Zugegeben: Manchmal wird mir davon auch etwas schwindelig. Aber hilft ja nichts – „wir rocken das Ding“ ist die Devise!

To be continued at another sunny day…

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