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Theresa Glünkin

Theresa Glünkin

ist Projektmanagerin und liebt es sich in der Social Media Landschaft zu bewegen. Neben dem klassischen Projektmanagement mischt sie zudem im Marketing mit. Sie ist daran interessiert zielgruppenrelevante Lösungen zu finden. Dafür zieht sie sich dann auch gerne die sogenannte "Zielgruppenbrille" auf. Privat läuft sie morgens vor der Arbeit ihre gewohnte Runde an der Dreisam oder tanzt am Wochenende zu "bummbumm"-Beats.

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Von Theresa Glünkin 24. Februar 2017
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Facebook fordert seine Nutzer auf, ihren Personalausweis hochzuladen

Dass Facebook manchmal etwas über die Stränge schlägt, was den Datenschutz ihrer User angeht, ist bekannt und auch in unserem Blog bereits thematisiert.

Doch Facebook, jetzt reichts!

„Es scheint, als sei der Name deines Facebook-Kontos nicht dein richtiger Name. Wir bitten alle Personen, ihre echten Namen zu nutzen, damit Freunde stets wissen, mit wem sie sich verbinden.“

Zum Hintergrund: Ich gehöre zu diesen Menschen, die einfach keine Lust haben ihren richtigen Namen auf Facebook anzugeben. Ich möchte nicht, dass mein Chef/Kollegen oder auch zukünftige Chefs/Kollegen Urlaubsbilder von mir mit einer Pulle Sekt darauf sehen. Zudem möchte ich nicht, dass meine Kunden nach meinem Namen googeln und private Bilder sehen können. Ich finde, Facebook sollte das akzeptieren.

Facebook hingegen besteht in seinen AGB auf einen Klarnamenszwang, obwohl Anonymität im Internet ein Grundrecht im deutschen Datenschutz ist.

„Die für das Internet typische anonyme Nutzung entspricht zudem auch der grundrechtlichen Interessenlage, da eine Beschränkung der Meinungsfreiheit auf Äußerungen, die einem bestimmten Individuum zugerechnet werden, mit Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG nicht vereinbar ist.“

Auch ein Politiker der Piratenpartei kämpft jüngst am Bundesgerichtshof Karlsruhe um mehr Anonymität im Internet.

Ich darf mein lustiges Pseudonym auf Facebook also leider nicht behalten. Ärgerlich.

Heute Morgen habe ich mich auf der Plattform eingeloggt, um etwas auf unserer re-lounge Facebook-Fanpage zu posten. Doch Fehlanzeige. Direkt nach dem Login und ohne Umwege werde ich gebeten meine angeblich falsche Identität zu lüften.

„Easy“ dachte ich, denn dieses Spiel habe ich schon ein paar Mal mit Facebook gespielt und einfach ein neues Pseudonym angegeben. Hat immer wunderbar funktioniert!

Doch nichts „easy“!

Jetzt steigt das Portal auf die „ganz sichere Nummer“ um. Sie wollen alles von mir. Die komplette Identität. Meinen eingescannten Personalausweis.

Als ich diese Aufforderung gesehen habe ist mir der Kaffeebecher fast aus der Hand gerutscht. „Nope“ dachte ich. Ich mag echt nicht mehr. Bereits seit einiger Zeit fordert Facebook immer wieder seine Nutzer auf ihren Personalausweis hochzuladen. Die Internetcommunity ist genauso entsetzt darüber:

„Schicke AUF KEINEN FALL eine Kopie deines Ausweises da hin.“

„Das ist ganz normal, die sperren momentan fleißig alle Accounts mit Phantasienamen, weil sich deren Daten natürlich nicht so gut weiterverkaufen lassen.“

Quelle: http://www.gutefrage.net

Facebook – zum Glück habe ich noch eine alte Sparkassen KNAX-Klub Karte mit einem Spitznamen darauf. Die scanne ich jetzt ein – mal sehen was passiert. Oder ich erstelle mir einfach ein neues Profil mit einem neuen Pseudonym.

PS. Ich hoffe meine Freunde denken nicht, ich bin tot, denn mein Profil ist auch nicht mehr abrufbar.

 

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