Lesen im digitalen Zeitalter: der innovative Lesebeschleuniger „Spritz“ #nurguteseiten http://www.nurguteseiten.com
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Oliver Schmitt

Oliver Schmitt

ist Geschäftsführer und Gründer der re-lounge GmbH und lebt das Web seit dem Beginn seines Medieninformatikstudiums Mitte der 90er Jahre. Bei re-lounge ist er u.a. für die Strategieberatung der Kunden verantwortlich. Seine Schwerpunkte sind Digitale Trends, Mobile, E-Mail-Marketing, Social Media und Content Management, zu denen er auch als Referent aktiv ist. Oliver twittert unter @oliverschmitt. Privat liebt er neben seiner Familie gute Musik und echte Bücher.



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Oliver Schmitt
Von Oliver Schmitt 10. April 2014
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Innovationen beim Lesen sind vermutlich eher selten. Bei dem Wort „Spritz“ denke ich auch nicht direkt an einen „Lesebeschleuniger“ für Onlinetexte. Doch genau das will die smarte Webanwendung des US-amerikanischen Startups Spritz Inc. aus Boston sein.

Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Lesebeschleuniger“?

Ein Klick auf den Spritz-Button öffnet die Spritz-BoxAm besten einfach ausprobieren. So zum Beispiel im Blog von Spritz. Auf den ersten Blick erscheint die Seite wie eine normale Weblogseite. Das Besondere versteckt sich hinter dem Button „Click to spritz“ am rechten Rand.

Start des Selbstversuchs

Klicke ich auf diesen Button, so erwacht die Seite zum Leben und eingebettet in der Seite erscheint am oberen Rand die Spritz-Box, die sofort mit ihrer Arbeit loslegt:

Auf der Website bild.de findet die Weltpremiere der Spritz-Box statt.Das Ganze scheint aber mehr als eine Spielerei zu sein, denn Spritz hat tatsächlich einen wissenschaftlichen Hintergrund. Und die Ernsthaftigkeit wird auch dadurch gestützt, dass Bild.de sich dazu entschieden hat als erste Website der Welt die Technologie für das eigene Angebot zu testen – wenn auch zunächst nur für einen Tag. Spritz wird sowohl auf der Website als auch der mobilen Website zum Einsatz kommen. Weitere Integrationen sind von Spritz geplant. So wurde das Spritz SDK zuletzt an mehr als 25.000 Entwickler weltweit verteilt.

Ist Spritz die Zukunft des Lesens?

Ich bin gespannt, ob der Lesebeschleuniger weitere Anhänger findet. Interessant ist das Thema angesichts des zunehmenden Zeitmangels in der digitalen Welt allemal. Ob die Lösung im schnelleren Lesen à la Spritz, kürzeren Nachrichten à la Twitter & Co. oder im Vorlesen von Texten liegt, bleibt vermutlich jedem selbst überlassen.

Und ich muss natürlich vorher wissen, was ich mit dem Text der Website vorhabe. Denn zum „Überfliegen“ des Inhalts ist Spritz ganz sicher nicht geeignet. Hierfür ist das kurze „Browsen“ der Website mit dem Check der Überschriften, des Introteasers und der Bilder in jedem Fall besser geeignet. Wenn ich mich dann aber entscheide die Seite wirklich lesen zu wollen, dann kann es mit Spritz losgehen. Denn mal los. Vielleicht heißt es ja schon bald: Heute schon gespritzt?

Kommentare
2
  • Melanie

    10.04.2014, 20:52 Uhr

    Coole Sache! Hab’s gerade mal ausprobiert, man liest tatsächlich schneller. Aber wie du schon geschrieben hast, um einen Gesamtüberblick zu bekommen oder auch mal wieder im Text zurückspringen und etwas genauer lesen, darüber nachdenken, ist das leider nicht geeignet.
    Wenn ich aber weiß, dass ich einen langen Artikel auf dem Smartphone komplett lesen will, dann ist es aber echt eine gute Erfindung!

    • Oliver Schmitt

      Oliver Schmitt

      11.04.2014, 14:31 Uhr

      Hallo Melanie,
      das sehe ich genauso. Ich bin gespannt, ob bild.de Spritz weiter nutzen wird und auch andere es übernehmen. Mit etwas Übung klappt das mit dem Schnelllesen richtig gut.
      Herzliche Grüße
      Oliver

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