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Anita Agarwalla

Anita Agarwalla

leitet das Digitale Marketing bei re-lounge und ist erfahrene Strategin. Mit ihrer strukturierten Denke und dem Talent, für jede noch so knifflige Aufgabe eine Idee zu finden, schafft sie es immer wieder passende Kundenkonzepte zu stricken. Ihre Devise: „...und los!“ Privat lässt sie 5 gerne gerade sein und wundert sich jeden Tag aufs Neue darüber, wie oft der Kühlschrank zu Hause gefüllt werden muss.

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Anita Agarwalla
Von Anita Agarwalla 28. November 2017
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Es ist an der Zeit aufzuräumen mit den ewig wiederkehrenden Mythen der Unternehmenskommunikation im digitalen Zeitalter.

Mythos 1: Mobile Nutzung findet überwiegend privat statt

Nach wie vor ist die Webseite eine sehr gängige Informationsquelle für unternehmensspezifische Informationssuche. Neu ist dabei jedoch nicht, dass ein Großteil der Informationssuche mit mobilen Devices erfolgt. Umso unverständlicher ist die Tatsache, dass es immer noch etliche Webpräsenzen gibt, die wichtige und relevante Informationen vorhalten und diese häufig nicht mobil optimiert sind. Wir hören oft: „Unsere Kunden sind nicht mobil unterwegs“. DOCH: Ihre Kunden sind mobil unterwegs – und vor allem: Ihre zukünftigen Kunden sind ausschließlich mobil unterwegs auf der Suche nach Informationen. Also bereiten Sie sich spätestens jetzt vor und sorgen sie für mobil zugängliche Unternehmenskommunikation.

Mythos 2: Social Media ist nur für B2C relevant

Nach wie vor ist Facebook der am meisten genutzte Social-Media-Kanal und wird gerade für den B2B-Sektor oftmals als irrelevant eingestuft. Dabei wird auch Facebook zunehmend als Informationsquelle genutzt. Genau aus diesem Grund haben Publisher Facebook-Seiten und bespielen diese mehrmals täglich. Content, der hier gestreut wird, kann durchaus Themen anteasern, die dann z. B. auf der Webseite bearbeitet werden. Diesen Kanal unbeachtet zu lassen, bedeutet verschenkte (nicht genutzte) potenzielle Aufmerksamkeit.

Mythos 3: Das richtige Format für den richtigen Kanal

Studien beschäftigen sich kontinuierlich mit der Nutzung von Social-Media-Kanälen. Neben den Erkenntnissen, dass es Kanäle gibt, welche überwiegend von der Generation Y bzw. Z genutzt werden, wird darüber berichtet, welche Formate auf welchen Kanälen genutzt werden. Die Ergebnisse sind eigentlich naheliegend: während auf Twitter nach wie vor Text bevorzugt wird, sind Bilder das Top-Format auf Instagram. Bewegtbild wird als Format über alle Kanäle hinweg genutzt. Auch hier sei gesagt: Nutzen Sie die Kanäle zum Ausprobieren. Springen Sie einfach mal ins kalte Wasser und gehen Sie der Frage auf den Grund, welche Inhalte und Formate bei Ihrer Zielgruppe funktionieren.

Mythos 4: Messenger ist nur was für junge Leute

Insgesamt sollen sich bereits über 1,8 Milliarden Menschen weltweit* auf Messenger-Channels tummeln. Dementsprechend wächst auch die Bereitschaft solche Dienste zur Kommunikation mit Unternehmen zu nutzen. Was spricht also dagegen diesen Kommunikationskanal zumindest für den Einstieg in die Kommunikation zu nutzen? Jetzt ist ein guter Zeitpunkt um Erfahrungen zu sammeln, da wir alle noch in der Experimentierphase sind.

Mythos 5: Culture eats strategy for breakfast

Obwohl ich dieses Mythos liebe, bin ich der Meinung, dass auch Content Marketing einer Strategie bedarf. Es gibt Inhalte, die zum Lesen produziert werden, und es gibt Content Snacks, die auf die eigentlichen Inhalte aufmerksam machen sollen. Zudem gibt es Content, der rein zum Bewerben der eigentlichen Lesematerialien produziert werden soll. Wir sprechen hier von einem Content Mix. Dennoch darf das aktuelle Handeln insbesondere auf den Social-Media-Kanälen nicht durch eine Strategie erstickt werden – und hier kommt dann die „Culture“ zum Zug – und die darf dort gelebt und sichtbar gemacht werden.

Mythos 6: Wir haben keine Inhalte

Jedes Unternehmen hat Inhalte und ein enormes Wissen. Dennoch besteht die Herausforderung darin, die Inhalte wertschöpfend zu produzieren. Wie sieht vernünftiges Content Handling aus und wie ist das im Unternehmensalltag machbar? Sehr nützlich ist die Bildung eines Content Hubs als Informationspool, aus dem heraus immer wieder neue Inhalte kanalgerecht produziert werden können. Hier findet die Redaktion Inspiration und ist in der Lage aus bestehendem Material neuen Content zu kuratieren statt jedes Mal komplett neu zu erstellen.

Fazit

Auch für Content Marketing gilt: nicht alles über einen Kamm scheren. Tatsächlich muss für ein Unternehmen nach wie vor die Devise gelten, Kunden und deren Bedürfnisse genauestens unter die Lupe zu nehmen. Stellen Sie sich immer wieder die Frage: Wie ist das Userverhalten meiner Kunden? Und welcher Content ist bei meinen Kunden gefragt? Und beobachten Sie die Reaktionen Ihrer Kunden genau. Dann aber ist kundenzentriertes Agieren und ein kanalübergreifender Content Mix nach wie vor der Weg erfolgreichen Content Marketings.

*Quelle: Internet World, Digitalwelt in Zahlen, 01.08.2017

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